Freitag, 8. März 2013

Klug gespart - Part 2

So, mein nächster Tipp. Diesmal ganz anders aufgezogen. Heute gibt es nämlich ein Rezept. Ich spare grundsätzlich nicht am Essen. Weder an Zutaten noch beim Essen gehen. Denn wenn ich Lust auf was Bestimmtes habe, dann gebe dafür auch mehr aus als normal üblich wäre. Leider wird das mit der Zeit auch ziemlich teuer. Deswegen versuche ich meine Lieblingsmahlzeiten zu Hause nachzukochen. Manchmal gelingt es mir, aber oft auch nicht, weil ich keine gescheiten Rezepte im Internet finde. 

Heute teile ich mit euch mein Rezept für vietnamesische Frühlingsrollen, die superleicht und schnell gehen. Die Zutaten findet man heutzutage fast überall und sie sind sehr günstig zu erhalten. Das Rezept ist für 1-2 Personen gedacht. Ihr könnt aber immer mehr machen und die Sachen dann einfrieren. Ich werde alles sehr detailliert beschreiben, also wundert euch nicht über viel Text. Das Rezept ist wirklich easy und das Kochen dauert auch nur 30-45 Minuten. Dafür wird es aber ganz lecker, versprochen!

So, folgende Zutaten werden gebraucht:

  • 3-4 Karotten 
  • 2 Kohlrabi 
  • 300g Schweinehackfleisch 
  • 2 Mu-Err-Pilze 
  • 4 Shiitake 
  • 10 Reisblätter 
  • Glasnudeln 
  • 1 Ei 
  • Essig; Fischsoße; 
  • Reisnudeln "Bun" 
  • Pfeffer Salz 
  • 1/2 Zitrone 
  • Zucker wahlweise: Sojasprossen, Koriander


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Fangen wir damit an, dass wir die Karotten und den Kohlrabi schälen und halbieren. 2 Karotten und 1 Kohlrabi lege ich dann für die Dekoration zur Seite. Den Rest rasple ich ganz dünn. Es ist ganz wichtig, dass das Gemüse ganz dünn geraspelt wird, da es sonst in der Frühlingsrolle zu intensiv schmeckt. Wenn das fertig ist, vermische ich die beiden Sachen und gebe sie in eine Schüssel.

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Dann koche ich die getrockneten Shiitake und Mu-Err-Pilze und putze sie mit kaltem Wasser sauber. In einem anderen Topf koche ich die Glasnudeln gar. Achtung, auch Glasnudeln können verkocht werden (ist mir heute passiert, musste sie dann wegwerfen -_-"). Nach dem Kochen werden die Glasnudeln kurz mit kalten Wasser übergossen (damit man sich nicht die Finger verbrennt). Kleiner Tipp von der lieben Linh: es reicht auch aus, wenn ihr die Glasnudeln in einen heißen Wasserbad legt. Sowohl Glasnudeln als auch die Pilze sollten jetzt zerhackt werden, jedoch nicht allzu klein. Danach gibt man sie in die Schüssel mit dem geraspelten Gemüse.

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In die gleiche Schüssel wird das Hackfleisch, 1 Ei, 3 EL Fischsoße, eine Prise Pfeffer und Salz gegeben. Ich gebe auch gerne noch einen EL asiatisches Knorrpulver rein, worauf aber auch verzichtet werden kann. Die Masse wird nun vermengt und für circa 5 Minuten zur Seite gestellt.


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Danach bereite ich die typische vietnamesische Soße zu. Als Dekorationselemente nehme ich die nicht verwendeten Karotten- und Kohlrabistücke. An den Seiten schneide ich vorsichtig "Rillen" hinein, damit sehen die Karotten beim Schneiden dann aus wie kleine Blüten. Das Gemüse gebe ich in eine kleine Schüssel mit heißem Wasser. Dann gebe ich dort 4 EL Fischsoße, 3 EL Essig (Kräuteressig), 4 EL Zucker und Saft von einer halben Zitrone hinein. Alles schön vermengen und wer es mag, kann noch eine Prise Pfeffer dazu geben. Damit wäre die Soße fertig.

Nun fange ich an die Reisnudeln zu kochen. Das geht dann auch schnell, indem ich einfach Wasser mit ein bisschen Öl und Essen aufkoche, dann die Nudeln dazu gebe, den Herd wieder runterschalte. Wie lange ihr die Nudeln kochen müsst, ist total unterschiedlich (kommt halt auf die Nudelart/Form/Marke an). Die einfachste Methode ist am Herd zu stehen und immer wieder zu probieren, ob die Nudeln bereits gar sind. Mit der Zeit habt ihr dann ein Gefühl dafür und müsst nicht die ganze Zeit daneben stehen.

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So die Beilagen sind jetzt erledigt. Bevor wir die Frühlingsrollen braten, fange ich immer gleich damit an, alle zu drehen. Da wir nicht so viele machen müssen, finde ich es angenehmer alles vorzubereiten, als nebenbei zu braten und die Frühlingsrollen zu formen. Also, ihr nehmt euch die Füllmasse, eine Pfanne mit lauwarmem Wasser, die Reisblätter und eine Unterlage. Ihr müsst die Reisblätter kurz ins Wasser tunken, damit sie von allen Seiten leicht feucht sind. Danach legt ihr das feuchte Reisblatt auf die Unterlage und beginnt dann die Frühlingsrollen einfach zu formen. Wie genau, dass könnt ihr in den Bildern sehen. Bitte achtet beim Ablegen der Frühlingsrollen darauf, dass sie sich nicht berühren. Die Reisblätter kleben wenn sie erst einmal feucht sind und wenn sie sich berühren kann es sein, dass sie reißen.

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Im nächsten Schritt werden die Frühlingsrollen dann gebraten. Dazu nehmt ihr am besten eine beschichtete Pfanne und viel Sonnenblumenöl (ein anderes Öl geht auch, es sollte nur neutral sein, also kein Olivenöl). Die Pfanne mit dem Öl lässt ihr dann heiß werden und gebt vorsichtig die Frühlingsrollen hinein. Auch hier sollten ihr darauf achten, dass zwischen den Frühlingsrollen ein bisschen Platz besteht bzw. sie sich nicht berühren. Es dauert ein bisschen bis sie gar bzw. knusprig braun sind. Es kann auch sein, dass sie ein bisschen dunkler werden (die Reisblätter sind doch sehr dünn), aber das macht nix. :) Nur schwarz sollten sie halt nicht werden.

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Wenn dann alle Frühlingsrollen gebraten sind könnt ihr sie mit den Beilagen anrichten. In Vietnam isst man die Frühlingsrollen so, dass man in eine kleine Schüssel mit Reisnudeln, Gemüse und Soße füllt und obendrauf eine aufgeschnittene Frühlingsrolle platziert. Ihr könnt die Frühlingsrollen aber auch ganz ohne Beilage oder Soße essen. Sie schmecken auch alleine ganz fantastisch. Also, ich wünsche euch guten Hunger! Und viel Spaß beim Nachkochen.

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Kommentare:

  1. Hm nomnomnom! Ich liebe Frühlingsrollen. :)

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  2. wie schön kochen bei dir aussieht! und auch unglaublich lecker ^^

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  3. Super, heute morgen habe auch ich mit meiner Mum Frühlingsrollen gemacht. :)

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  4. Wir tun die Reisblätter oft in Bier einweichen, wenn wir grad eins da haben. ;) Kriegt man gleich hunger drauf, da freu ich mich schon, wenn ich wieder zu Hause bin, da gibt es immer Frühlingsrollen. :)

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  5. Das einzige vietnamesische Gericht, das ich machen kann. Ich brauche aber immer länger als 40 Minuten. Meistens über eine Stunde :P

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  6. oh gott, ich hätte grad so lust drauf! gleich mal morgen mama anpumpen, dass sie's mal wieder machen soll haha
    ich liebe deine kamera, sie macht so schöne fotos! ♥

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  7. Ein wirklich toller Post, sowas schau ich mir sehr gern an :) Hab mir das Rezept mal abgeschrieben und werde es die Tage mal probieren. Sieht auf jeden Fall richtig, richtig lecker aus und ist dem Anschein nach gar nicht mal so schwer.

    Ich habe gerade mal ein bisschen gescrollt (bin neu bei dir) und hab gesehen wie hübsch du bist. Du machst wirklich tolle Bilder, gefällt mir :)

    Liebst,

    Eliziana

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  8. Finde das Rezept echt genial, deshalb erscheint es morgen in meinem Wochenrückblick :)

    Lieben Gruß, Isabelle

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  9. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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